Heizkostenabrechnung prüfen, CO₂-Kosten einordnen und Fehler vermeiden
Heizkosten-Check: Heizkosten prüfen, CO₂-Kosten verstehen und richtig abrechnen
Ein Heizkostencheck hilft Mietern und Vermietern, Heizkosten zu prüfen, Fehler zu erkennen und CO₂-Kosten korrekt nach dem CO2KostAufG aufzuteilen.
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Einleitung: Warum ein Heizkostencheck heute unverzichtbar ist
Heizkostenabrechnungen sind in den vergangenen Jahren deutlich komplexer geworden. Steigende Energiepreise, zusätzliche CO₂-Kosten und neue gesetzliche Vorgaben erhöhen das Risiko von Fehlern und Missverständnissen.
Ein strukturierter Heizkostencheck hilft dabei, Abrechnungen systematisch zu prüfen, Kosten nachvollziehbar einzuordnen und finanzielle Nachteile frühzeitig zu vermeiden.
Gesetzliche Grundlage für den Heizkostencheck
Die Prüfung der Heizkosten basiert auf mehreren gesetzlichen Regelwerken. Dazu zählen die Heizkostenverordnung, das Brennstoffemissionshandelsgesetz sowie das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz.
Diese Vorgaben sind zwingend einzuhalten und haben Vorrang vor individuellen Regelungen im Mietvertrag. Ein Heizkostencheck stellt sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen korrekt umgesetzt wurden.
Was umfasst ein vollständiger Heizkostencheck?
Ein Heizkostencheck betrachtet nicht nur den Endbetrag der Abrechnung, sondern überprüft den gesamten Rechenweg.
Dazu gehören der Abrechnungszeitraum, der Gesamtenergieverbrauch, die Verteilung nach Verbrauch und Wohnfläche sowie die korrekte Ermittlung und Aufteilung der CO₂-Kosten.
Heizkosten prüfen aus Sicht der Mieter
Für Mieter ist der Heizkostencheck ein wichtiges Kontrollinstrument. Er hilft zu prüfen, ob der eigene Verbrauch plausibel ist, die Wohnfläche korrekt angesetzt wurde und die CO₂-Kostenaufteilung den gesetzlichen Vorgaben entspricht.
Fehlen Pflichtangaben oder ist die Abrechnung nicht nachvollziehbar, besteht ein gesetzliches Kürzungsrecht von drei Prozent der Heizkosten.
Heizkostencheck aus Sicht der Vermieter
Auch für Vermieter bietet ein Heizkostencheck erhebliche Vorteile. Er reduziert das Risiko formaler Fehler, Kürzungen durch Mieter oder nachträglicher Korrekturen.
Eine transparente und geprüfte Abrechnung erhöht die Akzeptanz bei Mietern und schafft Vertrauen im laufenden Mietverhältnis.
Schritt für Schritt: So läuft ein Heizkostencheck ab
Zunächst werden alle relevanten Unterlagen gesammelt, insbesondere Brennstoff- oder Wärmelieferrechnungen sowie die Heizkostenabrechnung.
Anschließend erfolgt die Berechnung der CO₂-Emissionen, die Einstufung des Gebäudes in das gesetzliche Stufenmodell und die Prüfung der Kostenverteilung zwischen Mieter und Vermieter.

Beispiel für einen Heizkostencheck mit CO₂-Kosten
Weist ein Gebäude einen niedrigen CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter auf, werden die CO₂-Kosten vollständig auf die Mieter umgelegt.
Bei einem höheren Ausstoß z.B. bei 35 kg CO₂/m² pro Jahr steigt hingegen der Vermieteranteil auf 50 %, was zu einer spürbaren Entlastung der Mieter führen kann. Ein Heizkostencheck macht diese Unterschiede sichtbar und transparent.
Typische Fehler, die ein Heizkostencheck aufdeckt
Häufige Fehler sind falsch angesetzte Wohnflächen, unzutreffende Abrechnungszeiträume, fehlerhafte Verbrauchswerte oder fehlende CO₂-relevante Pflichtangaben auf den Brennstoffrechnungen.
Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass eine Abrechnung rechtlich angreifbar wird.
Fazit: Heizkostencheck sorgt für Klarheit und Sicherheit
Ein Heizkostencheck schafft Transparenz in einer zunehmend komplexen Abrechnungssituation. Er hilft Mietern, ihre Kosten besser zu verstehen, und unterstützt Vermieter dabei, Heizkosten rechtssicher und nachvollziehbar abzurechnen.
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