CO₂-Kosten prüfen, Rückerstattungen berechnen und Ansprüche korrekt geltend machen
Rückerstattungs-Check: CO₂-Kosten zurückfordern und Erstattungsansprüche richtig berechnen
Mit dem Rückerstattungs-Check prüfen Mieter und Vermieter, ob CO₂-Kosten korrekt abgerechnet wurden und ob ein Anspruch auf Rückerstattung besteht.
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Einleitung: Warum ein Rückerstattungs-Check sinnvoll ist
Seit der Einführung der gesetzlichen CO₂-Kostenaufteilung tragen Mieter die CO₂-Kosten für Heizung und Warmwasser nicht mehr automatisch allein. Abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes muss sich der Vermieter an diesen Kosten beteiligen.
Der Rückerstattungs-Check hilft dabei festzustellen, ob die CO₂-Kosten korrekt abgerechnet wurden oder ob ein Anspruch auf Rückerstattung besteht. Gerade in der Übergangsphase seit 2023 treten in der Praxis noch häufig Fehler auf.
Rechtliche Grundlage der Rückerstattung
Die rechtliche Basis für die Rückerstattung bildet das Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz. Es legt verbindlich fest, wie die CO₂-Kosten zwischen Mietern und Vermietern aufzuteilen sind.
Maßgeblich ist der jährliche CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche. Der daraus resultierende Vermieteranteil begründet einen gesetzlichen Erstattungsanspruch, unabhängig von den Regelungen im Mietvertrag.
Wann lohnt sich ein Rückerstattungs-Check?
Ein Rückerstattungs-Check ist immer dann sinnvoll, wenn Heizkostenabrechnungen oder Brennstoffrechnungen mit ausgewiesenen CO₂-Kosten vorliegen.
Besonders relevant ist er bei auffällig hohen Heizkosten, unklaren Abrechnungen, neu eingeführten CO₂-Positionen oder wenn unklar ist, ob der Vermieteranteil korrekt berücksichtigt wurde.
CO₂-Kosten zurückfordern bei zentraler Heizkostenabrechnung
Bei zentral beheizten Gebäuden ist der Vermieter verpflichtet, seinen CO₂-Kostenanteil bereits im Rahmen der Heizkostenabrechnung abzuziehen und transparent auszuweisen.
Fehlen diese Angaben oder sind sie unvollständig, können Mieter eine Korrektur verlangen. Zusätzlich besteht ein gesetzliches Kürzungsrecht von drei Prozent der gesamten Heizkosten.
Rückerstattungs-Check bei Selbstversorgung des Mieters
Bei Gasetagenheizungen, eigenem Heizöltank oder direktem Wärmeliefervertrag erfolgt keine automatische CO₂-Kostenaufteilung.
In diesen Fällen müssen Mieter den Rückerstattungsanspruch selbst berechnen und gegenüber dem Vermieter geltend machen. Die gesetzliche Frist hierfür beträgt zwölf Monate ab Zugang der jeweiligen Energierechnung.
So funktioniert ein Rückerstattungs-Rechner
Ein Rückerstattungs-Rechner ermittelt auf Basis der eingegebenen Daten automatisch den CO₂-Ausstoß des Gebäudes, ordnet diesen dem gesetzlichen Stufenmodell zu und berechnet den Vermieteranteil.
Dadurch entsteht eine nachvollziehbare, rechnerisch belastbare Grundlage, um CO₂-Kosten korrekt zurückzufordern oder eine Abrechnung zu überprüfen.
Rechte der Mieter bei fehlerhafter Abrechnung
Stellt der Rückerstattungs-Check Fehler fest, können Mieter eine korrigierte Abrechnung verlangen oder zu Unrecht gezahlte CO₂-Kosten zurückfordern.
Bei fehlenden Pflichtangaben greift zusätzlich das gesetzliche Kürzungsrecht, unabhängig von der tatsächlichen Höhe der CO₂-Kosten.
Bedeutung des Rückerstattungs-Checks für Vermieter
Auch für Vermieter ist ein Rückerstattungs-Check sinnvoll. Er hilft, formale Fehler frühzeitig zu erkennen und spätere Kürzungen oder Rückforderungen zu vermeiden.
Gleichzeitig macht der Check transparent, wie stark der energetische Zustand des Gebäudes die eigenen CO₂-Kosten beeinflusst.
Langfristige Entwicklung und steigende Rückerstattungsbeträge
Mit den geplanten Erhöhungen des CO₂-Preises gewinnen Rückerstattungsbeträge weiter an Bedeutung. So liegt der CO₂-Preis im Jahr 2026 bereits bei 65 Euro pro Tonne und soll in den kommenden Jahren noch deutlich steigen.
Was heute noch geringe Beträge sind, kann sich in den nächsten Jahren zu spürbaren Kostenunterschieden entwickeln. Ein regelmäßiger Rückerstattungs-Check wird damit zunehmend wichtiger.
Fazit: Rückerstattungs-Check schafft Klarheit und Fairness
Der Rückerstattungs-Check ist ein wirksames Instrument, um CO₂-Kosten transparent zu prüfen und gesetzliche Ansprüche korrekt zu ermitteln. Er hilft Mietern, berechtigte Rückerstattungen durchzusetzen, und unterstützt Vermieter dabei, Abrechnungen rechtssicher und konfliktfrei zu gestalten.
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