Praktische Maßnahmen für Alltag und Gebäude
Energiespar-Maßnahme: Nachhaltig Heizkosten senken und CO₂ vermeiden
Energiespar-Maßnahmen im Alltag und am Gebäude helfen Mietern und Vermietern, Heizkosten zu senken und CO₂-Kosten zu reduzieren. Der Artikel erklärt rechtliche und technische Zusammenhänge.
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Energiesparen als gemeinsames Ziel von Mietern und Vermietern
Steigende Energiepreise, ein wachsender CO₂-Preis und neue gesetzliche Vorgaben machen Energiespar-Maßnahmen zu einem zentralen Thema für Mieter und Vermieter. Wer Energie spart, senkt nicht nur Heizkosten, sondern reduziert auch die CO₂-Kosten, die seit 2023 aufgeteilt werden müssen.
Dieser Artikel zeigt, welche Maßnahmen kurzfristig im Alltag wirken und welche langfristigen Investitionen entscheidend sind.
Energiesparen im Alltag: Kleine Anpassungen mit großer Wirkung
Energiesparen beginnt beim täglichen Heiz- und Lüftungsverhalten. Bereits kleine Anpassungen können den Energieverbrauch deutlich senken. Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart im Durchschnitt rund sechs Prozent Heizenergie.
Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster reduziert Wärmeverluste, während korrekt eingestellte Heizkörperthermostate Überheizen verhindern. Auch das Freihalten von Heizkörpern verbessert die Wärmeverteilung erheblich.
Heizkörperthermostate als Schlüsseltechnologie
Heizkörperthermostate steuern maßgeblich, wie effizient ein Raum beheizt wird. Programmierbare Thermostate ermöglichen zeitabhängige Temperaturprofile und senken den Energieverbrauch spürbar.
Für Vermieter sind funktionierende Thermostate ebenfalls relevant, da veraltete Modelle den Energieverbrauch des gesamten Gebäudes erhöhen können. Ein Austausch ist regelmäßig Teil der Instandhaltung.
| Maßnahme | Einmalige Kosten | Jährliche Einsparung |
|---|---|---|
| Programmierbare Thermostate | ca. 20–30 € pro Heizkörper | bis zu 10 % Heizkosten |
| Optimale Temperatureinstellung | keine | ca. 6 % pro Grad |
| Heizkörper freihalten | keine | bis zu 20 % weniger Wärmeverlust |
Wärmedämmung: Langfristige Energiespar-Maßnahme
Wärmedämmung reduziert Energieverluste dauerhaft. Ungedämmte Außenwände, Dächer oder Kellerdecken führen dazu, dass ein großer Teil der Wärme ungenutzt entweicht.
Für Vermieter ist Wärmedämmung auch wirtschaftlich relevant, da sie den CO₂-Ausstoß senkt und langfristig den eigenen Anteil an den CO₂-Kosten reduziert. Mieter profitieren von niedrigeren Heizkosten und einem stabileren Raumklima.
Energiesparen und CO₂-Kosten: Der Zusammenhang
Seit Einführung des CO2KostAufG wirkt sich der Energieverbrauch direkt auf die Kostenverteilung aus. Je höher der CO₂-Ausstoß eines Gebäudes, desto größer ist der Vermieteranteil.
Energiespar-Maßnahmen senken nicht nur die Gesamtkosten, sondern können auch die Einstufung im gesetzlichen Stufenmodell verbessern. Energiesparen ist damit ein klarer Vorteil für beide Seiten.
Schritt-für-Schritt: Energiespar-Maßnahmen umsetzen
Mieter sollten zunächst ihr Heizverhalten optimieren und einfache Maßnahmen wie korrektes Lüften oder den Einsatz programmierbarer Thermostate umsetzen.
Vermieter profitieren von einer systematischen Analyse des energetischen Zustands ihres Gebäudes. Auf dieser Basis lassen sich Dämmmaßnahmen, Heizungsoptimierungen und weitere Investitionen sinnvoll planen und dokumentieren. Eine qualifizierte Energieberatung für Eigentümer hilft dabei, Einsparpotenziale zu identifizieren, Fördermöglichkeiten zu prüfen und Maßnahmen rechtssicher umzusetzen.
Fazit: Energiesparen lohnt sich ökonomisch und rechtlich
Energiespar-Maßnahmen senken Heizkosten, reduzieren CO₂-Emissionen und gewinnen durch die gesetzliche Kostenaufteilung zusätzlich an Bedeutung.
Wer Energiesparen ganzheitlich umsetzt, profitiert doppelt: durch geringere Kosten im Alltag und durch eine rechtssichere, zukunftsfähige Heizkostenabrechnung.









